M & M

Heute einmal eine meiner Lieblingsgeschichten in der Bibel. Ein kurze. Sie handelt von zwei Frauen, von Maria und von Marta.
Zwei Schwestern, die zusammenlebten in einem kleinen Haus. Jesus kam in das Dorf – und sie waren seine Gastgeber für eine kurze Zeit.
Marta ging gleich in die Küche, bereitete etwas vor, kochte wahrscheinlich. Maria dagegen setzte sich auf den Boden und hörte Jesus zu.

Irgendwann wurde es Marta zu bunt – und sie stand in der Küchentür und sagte:  Jesus, du könntest meiner Schwester auch mal sagen, dass sie mir helfen soll.
Wumms.  Stimmungskiller.  Vielleicht war´s erstmal still ein paar peinliche Momente.

Dann sagte Jesus:  Marta, du, du machst dir viel Mühe.
Das ist großartig.
Aber Maria – die hat das jetzt gebraucht, dass sie einfach nur zuhören konnte. Und dass ihr jemand was zuspricht.

Wir kennen das auch:  Wenn wir so voll sind mit einer Sache, die uns auf der Seele brennt, dass sie einfach raus muss.
Das ist dann dran.

Oder wenn wir einfach nach einem langen Tag nur eine Schulter brauchen, gar keine Worte – und wir das Getöse des Alltags hinter uns lassen können.

Dann sind wir froh, wenn wir jemanden haben, der uns zuhört – der offene Ohren hat – und der wirklich dabei ist bei dem, was uns umtreibt.

Was bist du heute?

Bist du Marta?  Den Kopf voller Termine und tausend Sachen, die du heute tun musst?
Oder Maria:  Weil da was ist, was auch mal raus muss.

Beides ist wichtig.   Alles hat seine Zeit.
 

 

Stefan Stalling

 

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